Gewühle zwischen Tausendfüßlern und Wichtelhäusern

Das Fußballfieber geht weiter: Mini-Kicker schießen munter drauflos / Fußball-Mini-WM geht in dritte Runde Groß Munzel (enl). Es ist heiß auf dem Sportplatz der Grundschule. Zahlreiche Eltern, Geschwister und Angehörige stehen bereit, um ihre Kindergarten-Mannschaft anzufeuern. Eifrig schießen sich die Barsinghäuser Kinder auf dem Soccer-Court warm.

"Stadionsprecher" Pete gibt den Anpfiff. Im Nu flitzen die Kinder der Kita Barsinghausenüber den Platz, immer dicht belagert von einem Trupp der Regenbogenkinder.

"Wir sind sehr froh darüber, auf dem Soccer-Court unsere Meisterschaft austragen zu können", sagt Uta Spiess, erste Vorsitzende des Elternbeirates, einem Gremium, das sich aus je zwei Elternvertretern pro Kindergarten zusammensetzt. "Im letzten Jahr musste die Veranstaltung in der Sporthalle der KGS-Goetheschule stattfinden, weil das Wetter einfach zu schlecht war". Davon zumindest kann heute keine Rede sein.

"Entstanden ist die Idee zu einer Kindergarten-Meisterschaft vor drei Jahren, als derÖffentliche Dienst in Streik getreten war", so Spiess weiter. "Als Entschädigung hatte die Gewerkschaft Verdi uns die Fußball-Mini-WM auf dem Spielplatz Klein-Basche ausgerichtet".

Derweil hat Schiedsrichter Peter Messing, Trainer der Frauenmannschaft der SG Bantorf/Wichtringhausen, Mühe, mit seinen engagierten Spielern Schritt zu halten und wird beinahe zu Fall gebracht. Dem Spaß tut das keinen Abbruch. Mit 2:0 gehen die Spieler der Kita Barsinghausen vom Platz.

Insgesamt acht Mannschaften sind nach Groß Munzel gekommen, um ihren Kindergarten würdig zu vertreten: Neben dem Kindergarten Regenbogen und der Kita Barsinghausen, sind die Tausendfüßler aus Kirchdorf, Wichtelhausen aus Egestorf, Max& Moritz aus Landringhausen, der Kindergarten Stemmen, die Kita I. aus Egestorf und der Kindergarten aus Ostermunzel dabei.

Freilich hätte die Fußball-Mini-WM ohne die Unterstützung der Sponsoren nicht ohne weiteres realisiert werden können: Zahlreiche Preise sowie Pokale, Medaillen und Urkunden sind von den örtlichen Parteien CDU, SPD und den Grünen gestiftet worden. 27 Bälle wurden von der Concordia-Versicherung gestiftet. Der Niedersächsische Fußballverband hat eine Torwand bereitgestellt.

"Ohne die Einsatzkräfte der Eltern wäre vieles nicht so einfach gewesen. Leider sind es immer die gleichen, die sich für solche Aktionen einsetzten. Doch jetzt bin ich froh, dass alles so gut läuft", freut sich Spiess.

© Deister-Leine-Zeitung, 03.07.2008