SPD: Bislang keine Vorschläge für Vorsitz

Udo Mientus zuversichtlich: "Bis zur Sitzung am 2. Juli wird es einen Kandidaten geben" Barsinghausen (wk). Die Frage, wer die Nachfolge von Markus Hugo als Vorsitzender der größten SPD-Abteilung Barsinghausen antreten wird, ist nach wie vor völlig offen. Bislang liegen dem amtierenden Vorstand keine Vorschläge vor, wie der stellvertretende Vorsitzende Udo Mientus gestern auf Anfrage der DLZ erklärte.

Die Mitglieder der Abteilung waren vom Vorstand aufgefordert worden, Kandidaten für das vakante Amt des Abteilungsvorsitzenden zu benennen (wir berichteten). Der "Meldeschluss" ist inzwischen verstrichen, die Resonanz fiel mehr als mager aus. "Es ist kein Vorschlag eingegangen", sagte Udo Mientus. Gleichwohl ist der stellvertretende Vorsitzende zuversichtlich: "Wir werden am Mittwoch, 2. Juli, eine neue Vorsitzende oder einen neuen Vorsitzenden wählen". Der Vorstand werde rechtzeitig vor der Mitgliederversammlung noch einmal tagen und dann, sofern nicht doch noch ein Vorschlag aus den Reihen der Mitglieder kommt, selbst eine Person als Kandidatin oder Kandidat benennen.

Gedacht war das Ganze so aber nicht. Mientus hatte nach dem Rücktritt von Markus Hugo an alle Mitglieder appelliert, sich Gedanken um den Vorstandsposten zu machen und die Position möglichst einvernehmlich zu besetzen. Dabei hatte er deutlich unterstrichen, dass gerade der oder die Vorsitzende auf das Vertrauen der gesamten Basis angewiesen sei, um vernünftig arbeiten zu können.

Markus Hugo hatte das Handtuch geworfen, nachdem es bei der Wahl zum neuen Ortsvereinsvorstand Ende Februar zum Eklat gekommen war. Zunächst hatte sich aus den Reihen der SPD-Abteilung Barsinghausen kein freiwilliger Kandidat für den Posten eines stellvertretenden Vorsitzenden im Ortsverein gefunden. Schließlich hatte Hugo sich bereit erklärt, für dieses Amt zu kandidieren. In der Abstimmung gab es dann eine faustdicke Überraschung, als Hugo plötzlich eine Gegenkandidatin bekam - aus den "eigenen Reihen". Neben Günter Gottschalk, der zuvor eigentlich abgewunken hatte, kandidierte auch Anna-Maria Remig. Letztere wurde gewählt. In der Folge machte Markus Hugo keinen Hehl aus seiner Enttäuschung über dieses Verhalten.

© Deister-Leine-Zeitung, 18.06.2008