Für unser Barsinghausen: weltoffen, mitfühlend und hilfsbereit

Unser Barsinghausen ist eine Stadt der Weltoffenheit und Toleranz, des Mitgefühls und der tätigen Hilfe für alle, die aufgrund von Krieg, Hunger und Elend in ihrer Heimat Schutz bei uns suchen.

Wir wollen, dass sich alle Menschen – gleich welcher Herkunft, Religion und Kultur – in unserer Stadt wohlfühlen. Alle, ob hier oder anderswo geboren, sollen frei und unbehelligt leben, lernen und arbeiten können.

Wir wollen ein Zusammenleben in Frieden auf der gemeinsamen Basis unserer Verfassung und ihrer Grundrechte.

Der Brandanschlag auf den Rohbau des Flüchtlingsheims an der Hannoverschen Straße am 23. Januar 2016 stört diesen Frieden in unerträglicher Weise. Er muss als Zeichen von Ausgrenzung und Fremdenhass angesehen werden.

Nicht zuletzt wurde auch unser Geld verbrannt, das so dringend für die vielen Aufgaben in der Stadt benötigt wird.

Wir aber sagen ganz klar:

diese Stadt gehört nicht den Brandstiftern.

Sie werden ihr Ziel nicht erreichen.

Wir werden weitermachen zum Wohl der Stadt und der Menschen.

Das Flüchtlingsheim wird entstehen. Viele Barsinghäuserinnen und Barsinghäuser werden den Menschen helfen, sich bei uns zurechtzufinden und Fuß zu fassen.

Wir werden dabei auch Schwierigkeiten bewältigen können, weil wir zusammenstehen.

BARSINGHAUSEN IST BUNT und

IG Bantorf – SPD-Ortsverein Barsinghausen – Bündnis 90/Die Grünen Ortsverband Barsinghausen

Beginn Demo am Barsinhäuser Bahnhof

Beginn der Demo am Barsinhäuser ASB-Bahnhof. Viele nachdenkliche, traurige Gesichter. Wer hätte das gedacht, dass dies in unserer Stadt passiert? Wo wir doch so ein tolles Ehrenamt haben und tolle Strukturen in unserer Verwaltung, die die zu uns geflüchteten Menschen unterstützen?

Wir haben bislang alles richtig gemacht. Und das werden wir auch weiterhin tun. Das ist unsere Überzeugung.

Barsinghausen ist bunt!

Barsinghausen ist bunt! Und dazu stehen wir. Wer bei uns angekommen ist, der gehört in unsere Mitte. Wir stehen zu unserer Verantwortung, auch wenn die Herausforderungen nicht immer leicht sind.

Wir sind gut im Lösungen finden. Das haben viele unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger gezeigt: Sie haben Wohnraum für Flüchtlinge bereit gestellt. Sie unterstützen Sie mit Kleidung und Nahrungsmitteln, Spielzeug und Schulbüchern. Sie helfen ihnen, die deutsche Sprache zu erlernen. Und sie nehmen sie unsere Mitte. Zu Festen, zu Veranstaltungen, zum Wandern in den Deister, ins Schwimmbad und vieles mehr. Und unsere Verwaltung und die Schulen und die Volkshochschule, andere Bildungsträger, der ASB, ehrenamtliche Organisationen, öffentliche Einrichtungen und Kirchen? Toll. Hut ab. Ihr habt bislang alles richtig gemacht, wenn auch unter oftmals sehr schwierigen Umständen, personellen Engpässen und einem immensen Zeitdruck. Und auch unsere Firmen haben unsere Tafel unterstützt.

Vielen Dank Euch allen!

Kundgebung neben dem Flüchtlingswohnheim

Kundgebund neben dem Flüchtlingswohnheim. Was kann man dazu noch sagen?

Schaut her, Ihr Brandstifter und hört genau zu: Wir stehen zu unserer Verantwortung, egal, was Ihr Euch noch für Greueltaten ausdenkt!

Ja, Ihr habt ein Zeichen gesetzt. Dass Ihr Menschen seid, die aus welchen Gründen auch immer verbittert sind. Dass Ihr die Grenzen dessen, was uns als zivilisierte Menschen ausmacht, durchbrecht. Dass Ihr dort in Eurem Herzen eine Lücke habt, wo andere Verantwortung und Mitgefühl, ja Nächstenliebe, für andere tragen. Dass Ihr bereit zu Gewalt und Verbrechen seid. Und dass wir das natürlich nicht akzeptieren können und wachsam sein müssen.

Dass es Bürgerinnen und Bürger in Barsinghausen gibt, die Angst vor der Verantwortung haben, viele unbeantwortete Fragen haben und es schwer finden, sich auf große Herausforderungen und eine ungewisse Zukunft einzustellen, das ist doch klar. Dass sie "Stopp!" rufen, zum Nachdenken und Verweilen aufrufen, Regeln fordern, das ist doch selbstverständlich!

Aber auf eine mitmenschliche, demokratische und legale Art und Weise! Bitte schön! Das ist doch wichtig! Darüber MUSS man doch reden! Und man MUSS auch etwas tun, um Lösungen zu finden!

Und dafür demonstrieren wir.

Für Solidarität, Gerechtigkeit, Freiheit und eine gute Zukunft für UNS ALLE!

Nicht mehr und vor allem auch nicht weniger.