Das KUBA darf nicht sterben!

Im vielleicht letzten Flyer des KUBA wird eine Veranstaltung mit dem Titel "Danke-Schön-oder-Licht-Aus-Party" angekündigt. Am 18.12.2010 wird es also eine "Danke Schön" oder eine "Licht-Aus"-Party geben. Der doppelte Titel deutet darauf hin, dass das KUBA vor einem Scheideweg steht: geht es weiter oder wird ein "Leuchtturm"-Projekt nach nur sechs Jahren Dauer beendet?

In den letzten drei Jahren hat sich das KUBA in Barsinghausen und darüber hinaus einen guten Namen erarbeitet, bundesweit prominente Künstler wie zuletzt Ingolf Lück waren zu Gast im KUBA und haben die Barsinghäuser begeieistert und zudem noch überregional Menschen nach Barsinghausen gelockt.

Das KUBA steht für engagierte Jugend- und Kulturarbeit. Dennoch wird das KUBA möglicherweise schon sehr bald der Vergangenheit angehören. Zum 31.12.2010 könnten die Lichter im KUBA endgültig ausgehen, der Stern des KUBA würde ein für allemal untergehen.

Weil eine Weiterführung des Betriebes nicht in Sicht ist, sind die KUBA-Verantwortlichen gezwungen, die notwendigen Schritte einzuleiten, den Betrieb zum Jahresende einzustellen. Fast sechs Vollzeit-Arbeitsplätze stehen dabei auf dem Spiel, 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen vielleicht am 31.12.2010 auf der Straße, ganz zu schweigen von Zulieferern und Partnern des KUBA, die einen Kunden weniger haben. Der eingearbeiteten Belegschaft bleibt dann nur noch der Gang zum Arbeitsamt, um sich arbeitsuchend zu melden. Die gewachsenen Strukturen des KUBA werden zerschlagen, weil es keine Sicherheit gibt, ob es weitergeht.

Es wird nun endlich Zeit, dass sich alle Beteiligen an einen Tisch setzten und schnellstmöglich nach einer überzeugenden Lösung für das KUBA im Interesse der Mitarbeiter, der vielen Jugendlichen und der zufriedenen Gäste zu suchen. Wenn das KUBA erst geschlossen ist, wird es kein Zurück mehr geben. Barsinghausen wird ärmer und verliert einen Teil "lebenswertes Barsinghausen".

Reinhard Dobelmann, SPD Vorsitzender, Barsinghausen

SPD-Fraktion Vor Ort

Vertreterinnen und Vertreter des Kulturzentrums Barsinghausen, KUBA, trafen sich mit der SPD- Ratsfraktion zu einem Ortstermin am alten Feuerwehrgerätehaus der Schwerpunktwehr Barsinghausen an der Hinterkampstrasse. Thema des Gespräches waren die Perspektiven für die Jugend- und Kulturarbeit der Stadt, sowie die zukünftige Unterbringung der Kunstschule Noa Noa.

"Der optimale Standort für das KUBA ist für uns nach wie vor das Gebäude an der Egestorfer Strasse," bekräftigte Fraktionsvorsitzende Kerstin Beckmann die Position der SPD. Nur an dieser Stelle könnten die Aktivitäten des KUBA in der bekannten und von Bürgerinnen und Bürgern sehr geschätzten Form in vollem Umfang weitergeführt werden. Sollten alle Kompromisslösungen scheitern, könne sich die SPD- Fraktion durchaus die kurzfristige Unterbringung von Teilen der Jugendarbeit und die Ansiedlung der Kunstschule vorstellen. Angesichts des baulichen Zustandes des Gebäudes wurden jedoch erhebliche Zweifel laut, ob eine Unterbringung der Jugendarbeit über ein zeitlich befristetes Provisorium hinaus gehen könnte.

"Derzeit können wir uns dies nicht vorstellen," fasst Beckmann die Position der Fraktion zusammen. Für eine endgültige Entscheidung müsse das Einvernehmen mit der Nachbarschaft erzielt werden, sowie ein Konzept und Kostenplan für nötige Umbauten vorgelegt werde.

SPD-Fraktion, Kuba und Noa Noa Geschäftsleitungen
SPD-Fraktion, Kuba und Noa Noa Geschäftsleitungen